Über 500 Skater und Skaterinnen konnten ihn am Sonntag noch einmal erleben – den schönsten Inline Marathon der Welt – und das von seiner besten Seite.  Trockenes Herbstwetter mit milden Temperaturen und strahlendem Sonnenschein begleitete die Teilnehmer und präsentierte das Engadiner Berg- und Seenpanorma in seiner vollen Pracht.

Die Spitzengruppe lieferte sich bei durchschnittlich 42 Stundenkilometern spannende Angriffs- und Verfolgungs-Attacken, die im Ziel der Schweizer Livio Wenger vor Tim Sibiet (BE) und Yannik Friedli (SUI)  für sich entscheiden konnte. Die zahlreichen Ausreissversuche der holländischen Eisschnellläufer Bob de Vries und Ewert Hoolwerf wurden alle im Keim erstickt.

Bei den Damen dominierte die Holländerin Irene Schouten, die lange den Männern folgen konnte, und schlussendlich mit über 5 Minuten Vorsprung vor Carlotta Camarin (ITA)  und der einheimischen Flurina Heim den Engadin Inline Marathon gewann.

Bei den im Rahmen des Engadin Inline Marathon ausgetragenen Masters Weltmeisterschaften  neutralisierten sich die Felder der Herren- Altersklassen mehrheitlich auf der gesamten Strecke, so dass Entscheidungen knapp in den Ziel-Sprints erfolgten. Bei den Frauen stach die Ausnahmeathletin Claudia Pechstein heraus, die nicht nur auf dem Eis seit Jahren Weltklasse verkörpert.

Viele  Skater und Skaterinnen  starteten ohne zeitliche Ambitionen, sondern nur um den Flow durch das Engadiner Tal geniessen zu können, was bei diesem Wetter wieder zu einem besonderen Erlebnis wurde.

Trotz der durchgehenden und sichtbaren Begeisterung aller Teilnehmer  soll dies der letzte Engadin Inline Marathon sein. Der Aufwand für die umfangreichen Streckensperrungen und den damit verbundenen Kosten und gravierenden Verkehrseinschränkungen rechtfertigen eine weitere Durchführung in dieser Form nicht. Synergien mit anderen Sportarten wie es bei anderen Inline Skate Veranstaltungen praktiziert wird, konnten im Engadin nicht gefunden werden. 

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