Nach 6 Jahren Pause kehrte der Engadin Inline Marathon mit seiner 14. Austragung ins Oberengadin zurück und mit ihm eine begeisterte Inline-Gemeinschaft.

Nach den nicht ganz so optimistischen Wetterprognosen der Vortage, hatten die ca. 500 Teilnehmer doch noch Wetterglück.

Am Morgen hatte es noch geregnet und die Strassen waren nass. In einer mystisch anmutenden Morgenstimmung machten sich die Skater am Start in Maloja für den Marathon bereit. Obligatorisch bei diesem Wetter war der Rollenpoker. Bleibt der Belag feucht, oder trocknet er talabwärts ab? Die Spannung unter den Teilnehmern und Organisatoren war förmlich zum Greifen nah und verlieh der Neuauflage bereits vor dem Start eine ganz besondere Atmosphäre.

Pünktlich um 9:00 schickte der Rennleiter die Skater auf die komplett vom Strassenverkehr gesperrte Strecke.
Jeder versuchte gleich zu Beginn eine passende Gruppe zu finden, um sich mit der Strecke vertraut zu machen.  Ob Elite- , Fitness- oder Plauschskater, die Strecke hatte es in sich und bot jede Menge Gänsehautgarantie. z.B. entlang des Silser und Silvaplana Seen, der Ortsdurchfahrt in St.Moritz oder der legendären Abfahrt Charnadüra, die nach diesem Event von vielen „entmythisiert“ wurde.

Motivation und Unterstützung gab es auch entlang der Strecke. Das anfeuerungsstarke  Publikum begeisterte mit Kuhglocken und „Hopp Schwiiz“ war an vielen Orten zu hören. Danke an dieser Stelle an alle Verkehrsteilnehmer, die Verständnis und Geduld für die notwendigen Streckensperrungen aufbrachten.

Annett Fankhauser, Mitorganisatorin des Engadin Inline Marathon: „ Ich hatte die Möglichkeit beim Zieleinlauf die ankommenden Skater zu beobachten: Erschöpfte, jedoch strahlende Gesichter und die euphorischen Zurufe untereinander bestätigen, dass sich die Neuauflage des Engadin Inline Marathons und der damit verbundene Aufwand gelohnt hat. Solch emotionale Momente und auch das anschliessende Feedback der Teilnehmer entschädigen für einen Teil des grossen Aufwandes. Nun müssen wir über die Zukunft nachdenken. Wichtig ist, dass die Teilnehmer dieses Comebacks ihre Begeisterung weiter verbreiten und wir für eine erneute Austragung mit mehr Skatern rechnen können, damit die Aufwände und die Komplettsperrung des Tals gerechtfertigt sind. Für uns als OK war es der erste Engadin Inline Marathon und wie bei jeder Erstaustragung gibt es einige Sachen, die man noch besser machen kann. Ein grosses Dankeschön gebührt den vielen Helfern, Gemeinden, Kanton, Polizei, Kadetten, REO, Samariter, Engadin Bus und Hotels, die uns während der Vorbereitung und Durchführung grossartig unterstützt haben sowie unseren Sponsoren. Ohne diesen verlässlichen Support wäre so ein logistisch anspruchsvolles Event nicht möglich. Danke auch an alle Teilnehmer, die an das Revival des Engadin Inline Marathons geglaubt haben.“

Bereits am Samstag gab es in St. Moritz Bad die Rennen der Kids und Sprintausscheidungen der Erwachsenen. Begeisterte Anfeuerungsrufe zeigten, dass die Inline-Skater im Engadin wieder willkommen sind.

Rennverlauf Herren:

In einem packenden Zielsprint gewinnt der amtierende Weltmeister Alexis Contin aus Frankreich den 14. Engadin Inline Marathon.
Er verwies den Schweizer Livio Wenger auf den zweiten und den aus Venezuela stammenden Alexander Bastidas auf den dritten Rang.
Es ist seine persönliche Lieblingsstrecke, die langen Geraden, die hohe Geschwindigkeit, aber auch die taktischen Spielchen mit den Favoriten hätten ihn motiviert bis zum Ziel die Führung zu behalten, so Contin, der sein Trainingslager in Livigno für diesen Anlass unterbrach. 

Rennverlauf Damen:
Bei den Damen gewann die Holländerin Irene Schouten das Rennen im Zielsprint und verwies die Deutsche Katharina Rumpus auf den zweiten  und Schweizerin Flurina Heim auf den dritten Rang.
Für die Holländerin war es ihr erstes Rennen in den Bergen, doch Ihre Entschlossenheit und die gute Zusammenarbeit mit den Favoritinnen verhalf Ihr zum Sieg. Die aus dem Engadin/Samedan stammende Flurina Heim war über den 3. Podestplatz schon fast überrascht, hatte sie sich in diesem top besetzten Feld der Damen wenig Hoffnung für den Fall einer Massenankunft gemacht.

(Titelfoto: @Frank Hau)

Ranglisten:

Impressionen:

 

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